Endlich! Die Schule ist geschafft!

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Freudige Gesichter, starke Gesten: Die Jungen und Mädchen bei der Abschlussfeier der Realschule am Bleichstein – sie haben es geschafft.(Foto Sandra Specht)

Die 10a und die 10b der Realschule am Bleichstein feiern ihren Abschluss im Zweibrücker Hof. Und raus geht’s ins weitere Leben.
Herdecke. Nach zehn Jahren Lernen, Klausuren und Referaten wurden die Schüler der Klassen 10a und 10b der Realschule am Bleichstein nun ins weitere Leben geschickt. Sie erhielten im Zweibrücker Hof ihre Abschlusszeugnisse.

Die Jungen und Mädchen liefen in festlicher Kleidung zu „Auf uns“ von Andreas Bourani in den Saal ein. Es gab Grußworte, Geschenke und Reden von Schülern und Lehrern wie zum Beispiel die Rede von Konrektorin Anke Lohscheidt. Sie rief den Schülern zu: „Dieser Abend ist Euer Abend. Ihr habt ihn Euch verdient“.

Die Jugendlichen erinnerten sich an besondere Momente in ihrem Schülerdasein und bedankten sich bei ihren Lehrern mit Worten und kleinen Aufmerksamkeiten. Doch dabei beließen sie es nicht. Da die Zeugnisse erst gegen Ende der Veranstaltung verliehen wurden, hatten sich die Schüler und Lehrer viel Unterhaltsames ausgedacht. Die Schüler hatten mehrere Tanzchoreographien einstudiert, die sie zu Popmusik dem Publikum präsentierten. Außerdem spielten Maverick Bergmann auf der Gitarre und Vincent Hüsken mit dem Cajon Songs, unter anderem „Wake me up“ des DJs Avicii oder „Boulevard of Broken Dreams“ von der Pop-Punk-Band Green Day. Nach dem ersten Teil des Programms gab es eine kurze Pause, und es ging ans Buffet.

Am Ende der Veranstaltung erhielten die 52 Schüler und Schülerinnen ihre letzten Schulzeugnisse.

10 a: Die Abschlussschüler und -schülerinnen aus der Klasse von Dieter Köhler sind:
Leon Acht, Dilara Bayrak, Jonas Bellstedt, Maverick Joe Bergmann, Kian Biesemann, Linda-Roz Burger, Niklas Cords, Sebastian Dreesbach, Dario Floriddia, Nils-Meikel Forsch, Justin Goltz, Vincent Hüsken, Emily Leimbach, Lukas Lingenhoff, Kevin Lucht, Eslem Mercan, Kim Schiekiera, Sophie Schreiber, Valentino Sinagra Tortagna, Daniel Stauch, Alina Sturzbecher, Sadaf Sultani, Laetitia Turck, Robert Wozniak, Han Yang und Kira Zemke.

10 b: Die Abschlussschüler und -schülerinnen aus der Klasse von Jutta Görgen sind:
Alyah Bah, Tobias Berning, Malte Dirks, Timo Andreas Dussy, Sara-Lina Fleckstein, Miguel Gaspar, Lisa Heitz, Yasmin Kieliszek, Yorrick Kollmuß, Marie Köster, Robin Langbehn, Chiara-Jolien Lehmann, Rose-Renée Malina, Erik Menn, Farah Mohammed-Delgado, Nikita Moor, Robin Nowak, Lois Megan Page, Tina Quittmann, Marvin Schroeder, Alicia Steinmetz, Michelle Stockey, Merle Sophie Trost, Vivien Voigt, Dario Vucemil und Lea Wohlfart. (WP 4.7.2018 Sandra Specht)
 

Die Realschule ehrt Schüler für besondere Leistung

Urkunden und Buchgutscheine für ein gutes Zeugnis

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Die Schüler der Realschule am Bleichstein freuen sich über ihre Auszeichnungen
als „Aufsteiger des Jahres“ oder für besonderes soziales Engagement. (Foto: Schule)




Herdecke. Auch in diesem Schuljahr ehrt die Realschule am Bleichstein am letzten Schultag Schülerinnen und Schüler für besondere Leistungen im vorangegangenen Schuljahr. Unter dem Applaus der Beteiligten erhielten 43 Ausgezeichnete ihre Urkunden und Buchgutscheine aufgrund ihrer Zeugnisleistungen als „Aufsteiger des ]ahres“.oder für besonderes soziales Engagement in der Schulgemeinschaft.

Die kommissarische Schulleiterin Anke Lohscheidt und auch alle Geehrten bedankten sich bei der
Werner-Richard/Dr.-Carl-Dörken.Stiftung für die bereitgestellten Preise.


Vorzeitiger Ruhestand: Schlussakkord für Hubertus Schmalor

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Abschied nach zwölf Jahren vom Bleichstein in Herdecke: Realschulleiter und Musiklehrer Hubertus Schmalor geht Ende Januar in den vorzeitigen Ruhestand (Foto Steffen Gerber)


HERDECKE. Der Leiter der Realschule Herdecke hört am 31. Januar auf. Er hat sich als meinungsstarker Kämpfer einen Namen gemacht.
Der Schlussakkord erklingt am 31. Januar. „Meine Zeit ist um...“ lautet der Einleitungssatz in der Einladung zur Verabschiedung von Hubertus Schmalor. Der Leiter der Realschule in Herdecke geht zum Monatsende in den vorgezogenen Ruhestand. Der Lehrer für Musik und Biologie hat sich in der Ruhrstadt einen Ruf als meinungsstarker Kämpfer für seine Einrichtung erworben und verlässt seinen Arbeitsplatz mit einem guten Gefühl, da die Schule sich in einem guten Zustand befinde. Mit aktuell 480 Kindern und Jugendlichen ist ein neuer Höchststand erreicht, seit 2015 steigen die Anmeldezahlen. „Die Schule steht in voller Blüte. Auch ein Grund, jetzt aufzuhören.“

Aufgemerkt: Nach Hans-Jürgen Sellmann ist der gebürtige Sauerländer erst der zweite Rektor der Realschule in ihrer Geschichte, die im August 1976 begann. 2006 übernahm Schmalor das Amt vom Vorgänger. „Herr Sellmann hat diese Schule geprägt und mir ein eingespieltes Kollegium übergeben“, erinnert sich der 61-Jährige an seine Anfänge am Bleichstein. Aus seiner Lehrerzeit in Wattenscheid in den 80-er Jahren kannte er den „schönen und angenehmen Dienstort“ Herdecke, als er vorübergehend am Schnee lebte. Zudem kamen im Gemeinschaftskrankenhaus in Ende drei seiner vier Kinder zur Welt.

Debatte um Primusschule

Die berufliche Aufgabe lautete zunächst, „die Realschule hier in ihren funktionierenden Strukturen weiterzuentwickeln.“ Daran sollte sich eine existenzielle Diskussion anschließen: Wäre die Primusschule 2014 gestartet, hätte dies das Aus für die Realschule bedeutet. Mittendrin in der Debatte: Hubertus Schmalor, der sich für seine funktionierende Einrichtung einsetzte. „Die Schulform war mir nie wirklich wichtig, ich wollte auch nichts verhindern, sondern Gutes erhalten. Mir ging es immer um die Kinder und die Qualität im Unterricht“, sagt er im Rückblick und kritisiert, dass die Argumente pro Realschule damals – vor allem von der Politik – nicht genügend gewürdigt worden seien. Obendrein: „Ich war nie gegen eine reform-pädagogische Schule, sehe diese aber eher in größeren Städten aufgehoben. In Herdecke wäre die Wahlmöglichkeit für Eltern doch sehr eingeschränkt worden. Insgesamt bin ich mit mir im Reinen, wie ich mich damals positioniert habe.“
Die Debatte habe bei ihm keine Narben hinterlassen. Zugleich lobt er, wie Politik und Stadt nach dem Aus für die Primusschule wieder den Schwenk zur Unterstützung der Realschule schafften. Die habe zuletzt vor Herausforderungen wie der Inklusion (derzeit 26 Förderschüler) und der Integration von Seiteneinsteigern sowie steigenden Schülerzahlen gestanden, 2017 startete die Eingangsstufe sogar ausnahmsweise vierzügig. „Seit zwei Jahren können wir hier etwa stets eine ganze Klasse mit Wetteraner Kindern bilden“, so Schmalor, der sich in Sachen Inklusion mehr Hilfe und eine bessere Planung von der Landespolitik gewünscht hätte.

Gute Kooperation mit FHS

Er verweist auch auf die Vorteile der seit 2015 bestehenden Kooperation mit dem benachbarten Friedrich-Harkort-Gymnasium, die „gelungene Ganztags-Lösung“ mit der ev. Jugend des Kirchenkreises Hagen und ist dankbar für die Unterstützung vom Förderverein, von der Dörken- und Herdecker Bürger- sowie der Hagener Ruberg-Stiftung.

Gleichwohl gebe es bekannte Probleme: Steigende Schülerzahlen führten zu Raum- und Personalknappheit. Zum Glück stieg die Lehrerzahl in den letzten zwei Jahren von 27 auf nun 35, Unterrichtsmöglichkeiten bestehen im Container unterhalb des Gebäudes. „Wir sind aktuell gut ausgestattet. Auf Dauer muss aber nachgebessert werden, das weiß auch die Stadt.“ Schmalor hat vorgeschlagen, den früheren Spielplatz mit den improvisierten Parkmöglichkeiten für Erweiterungen ins Visier zu nehmen.

Allgemein regt der als ungeduldig bekannte Pädagoge an, zwei Personen eine Schule leiten zu lassen, um Didaktisches von aufwendiger Verwaltungsarbeit trennen. „Für Letzteres wurden wir nicht ausgebildet, daher habe ich mit manchen Aufgaben diesbezüglich gehadert.“

2016 und 2017 musste Schmalor gesundheitliche Einschränkungen hinnehmen, daher der Antrag auf frühzeitige Pensionierung. Auch für die Familie will er mehr Zeit haben. „Die Schar meiner Enkelkinder hat sich nun um Zwillinge erweitert, angesichts ihrer zwei Geschwister ist die Unterstützung durch Großeltern da sicher hilfreich.“

Klavier, Kirchenorgel und Posaune

Und dann wäre da noch seine große Leidenschaft, die Musik. Neben Klavier spielt er noch Posaune und beherrscht die Kirchenorgel. „Mit diesem Instrument habe ich zusätzlich noch ein Kirchenmusik-Examen abgelegt“, erinnert er sich an das Lehrer-Studium in Dortmund.

Fast wäre er kein Lehrer geworden, der Job des Journalisten bzw. Kultur-Redakteurs habe ihn ebenso gereizt, so dass er sich bei Zeitungen bewarb. Im Laufe der Lehrerzeit zeigte sich, dass er beides verbinden konnte, verfasste er doch für Redaktionen in seiner Freizeit Konzertkritiken. „Vor zwei Jahren habe ich das unterbrochen, bald kann ich wieder vermehrt Rezensionen schreiben.“

Mehr Zeit bleibt dann auch für seine Musikgruppen. Aus den fünf Beteiligungen u.a. in Jazz-Ensembles stechen der Wohnzimmer-Chor, der – wie es der Name suggeriert – privat bei den Schmalors probt, und die Gospel-Formation mit 120 Sängern hervor. Mit diesen erlebte der zweifache Chorleiter 2017 einen unvergessenen Höhepunkt, als die Gruppe in Berlin im Reichstag und in der Gedächtniskirche auftrat. Grundsätzlich gilt: „In meinem Leben vergeht kein Tag ohne Musik.“

Entsprechend harmonisch soll sein Abschied verlaufen, wenn auch ehemalige Schüler kommen. Obwohl die Ansprüche der Eltern an die Lehrerschaft über all die Jahre gestiegen seien, habe er stets gerne vor einer Klasse gestanden. Daher ahnt Schmalor: „Der Musikunterricht wird mir schon fehlen.“ (WP 25.1.2018 Steffen Gerber)

Info
Konrektorin Anke Lohscheidt übernimmt kommissarisch Leitung…
Nach dem Studium in Dortmund führte das Referendariat Hubertus Schmalor nach Gevelsberg. Seine erste Lehrer-Stelle trat er 1984 in einer Wattenscheider Realschule an. 1987 ging es zurück ins Sauerland, vom Wohnort Letmathe baute Schmalor dann die Gesamtschule Iserlohn mit auf (u.a. als Ganztags-Koordinator).

Von 2002 bis zur Schließung 2006 war er am Soester Landesinstitut für Lehrplangestaltung und Fortbildung als Referent für Kultur, Musik und Theater angestellt, ehe er die ausgeschriebene Stelle als Herdecker Realschul-Leiter erhielt.

Kommissarisch wird Konrektorin Anke Lohscheidt die Einrichtung am Bleichstein führen, zum neuen Schuljahr 2018/19 soll im Sommer eine neue Leitung kommen.

Ehrungen am letzten Schultag an der Realschule

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Am letzten Schultag wurden an der Realschule am Bleichstein Schülerinnen und Schüler nicht nur für gute Leistungen, sondern auch für Anstrengungsbereitschaft (‚Aufsteiger des Jahres’) und soziales Engagement in einer gesonderten Veranstaltung mit Zertifikaten und Büchergutscheinen von Konrektorin Anke Lohscheidt ausgezeichnet. Diese jährlichen Ehrungen bilden einen wichtigen Baustein im Konzept der ‚Lobkultur‘ der Realschule in Herdecke. Die Büchergutscheine im Wert von insgesamt fast 1000 € werden dabei von der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung bereitgestellt. Herdecke, 14.07.2017
 

Herdecker Realschüler feiern ihren Abschluss

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Bei einem Festakt gab es kürzlich die Abgangszeugnisse für 70 Schüler der Realschule am Bleichstein; 20 von ihnen werden künftig am benachbarten Friedrich-Harkort-Gymnasium weiter fürs Abitur pauken (Foto Tanja Münch)
Der Abschluss ist für drei Klassen an der Herdecker Realschule geschafft. Doch für mehr als 20 Jungen und Mädchen ist das Lernen nicht vorbei.

Insgesamt 70 Schülerinnen und Schüler der Realschule am Bleichstein konnten jetzt bei einem feierlichen Akt ihre Abgangszeugnisse aus den Händen von Konrektorin Anke Lohscheidt und Schulleiter Hubertus Schmalor entgegennehmen.

Zuvor hatten sich auch die Klassenlehrerinnen der drei Klassen in sehr persönlichen Beiträgen von ihren Schülern verabschiedet. Die Schüler hatten sich ihrerseits durch verschiedenste Aktionen bei ihren pädagogischen Wegbegleitern bedankt. Und auch die Schulband – besetzt vorrangig mit Abschlussschülern – sorgte mit mehreren Titel dafür, dass das umfangreiche Programm auch musikalisch untermalt wurde.

Schulleiter Hubertus Schmalor wies in seiner Rede auch auf den in diesem Jahr besonders hohen Anteil von über 20 Schülern hin, die nach der Klasse 10 zum benachbarten Friedrich-Harkort-Gymnasium in Herdecke wechseln werden. „Sicherlich eine Folge der inzwischen intensiven Kooperation zwischen den beiden Schulen“, betonte Schmalor.
Die erfolgreichen Absolventen: Artem Brauer, Lara Christin Bünk, Madeleine Bouillon, Kim Bongart, Bangaly Cisse, Cedric Czaja, Ayla Celebi, Taylan Degerli, Hendrik Dorbach, Berkan Durgut, Paulina Feistner, Luca Olaf Fehr,Celina-Zoe Geng, Erik Glasenapp, Miriam Güntermann, Lena-Louisa Görlich,Dalina Hahn, Thomas Hill, Milena Harnisch, Marcel Heckmann, David Jaeckel, Christiane Keller, Florentine Kroll, Hannah-Sophia Kurzer, Lukas Kell, Merle Kleeschulte, Dustin Klein, Thorn Knoth, Dominik Kettner, Anika Krutt, Dominic Landener, Marvin Lindner, Lukas Lingenhoff, Marie Litwitz, Lara Leschke, Timo Melerra, Nadine Melo Rosario, Marie Müllers, Lena-Christin Niemann, Dennis Nedzip, Laura-Sophie Niemann, Michelle Peitz, Oskar Pürschel, Janek Reiche, Niklas Prinz, Miriam Remmo, Dennis Rüb, Nick Ruiz Müller, Benedikt Sawitzky, Luis Schiefer, Swaantje Schneider, Julia-Jane Schroeter, Florian Sander, Sophie Schreiber, Marvin Schroeder, Jacqueline Chantal Suberg, Letizia Schemberg, Marvin Christian Siebert, Justin-Niklas Sprenger, Till Steffens, Henrik Stiefelmeier, Marlon-Ingo Tetzner, Luis Miuel Timm, Robin Voßwinkel, Stefano Vivirito, Leon Wienen, Arda Yilmaz, Niyazi Serif Yöntem und Nico Zdravkovic.

 

Mit Bootsfahrt endet Feuerwehr-AG für Realschule Herdecke

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Letztes Treffen der Arbeitsgemeinschaft kurz vor den Sommerferien. Zum Abschluss hatte die Freiwillige Feuerwehr für die Acht- und Neuntklässler eine Bootsfahrt organisiert

4 Realschüler erhalten bei 14 Treffen Einblicke in Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Herdecke. Einige wollen der Jugendfeuerwehr beitreten.
Herdecke. Welch ein Ausklang. Es gab eine Runde Eis, dazu eine Fahrt im Motorboot auf dem Harkortsee, die Sonne strahlte vom Himmel. Nach vier Monaten endete nun für14 Realschüler die Feuerwehr-AG. 14 Termine gab es für die Arbeitsgemeinschaft. Eine Premiere.
Die Freiwillige Feuerwehr Herdecke betrachtete dies als Testphase.
Zielsetzung: Mitgliederwerbung. Ergebnis: Zwei AG-Teilnehmer traten in die Jugendgruppe ein, weitere bekundeten Interesse. „Ich bleibe dabei, weil ich als hilfsbereiter Typ anderen helfen will“, sagte ein Realschüler am Abschlussnachmittag. Ihm habe auch die Theorie Spaß gemacht, während andere eher die praktischen Übungen hervorhoben.
Vor allem das Vorgehen bei einem Löschangriff und Brenn-Versuche mit Haushaltsmitteln blieb den Teilnehmer, darunter fünf Mädels, nachhaltig im Gedächtnis. „Man merkt einfach, mit wieviel Herzblut die Feuerwehrleute ihre Aufgaben angehen“, hieß es bei einer kurzen Gesprächsrunde am Ufer des Quartiers Ruhraue.
Gleich beim ersten Treffen am 6. März musste die Wehr laut Jens Schumacher, zuständig für die Brandschutzerziehung und Mitgliederwerbung, zu einem Einsatz ausrücken, so dass die AG-Teilnehmer direkt einen Einblick in den Alltag erhielten. Generell sollten die Realschüler bei den Montags-Zusammenkünften alle zwei Wochen Ausbildungsthemen kennenlernen. Erste Hilfe, Merkmale von Fahrzeugen und Gerätschaften, das Verhalten das Verhalten im Brandfall oder der Besuch der Feuerwehrleitstelle in Schwelm an einem Samstag standen auf dem Programm.
Freiwillige Teilnahme
Während die Teilnahme an einer Arbeitsgemeinschaft für die Klassen 9 und 10 in der Realschule Pflicht ist, machten gleich neun Achtklässler freiwillig mit, wie Lehrer und AG-Leiter Sebastian Schulze berichtete und auch auf den Sanitätskurs an der Bleichstein-Realschule verwies.
„Die Gruppengröße von 14 ist das Limit“, sagte Iens Schumacher, was auch Christian Amdt als stellvertretender Leiter der Herdecker Feuerwehr bestätigte. „Für uns bedeutete die AG mit Vor- und Nachbereitungen schon einen recht großen Aufwand.“ In der Auswertung mit den Ausbildem wollen die Kameraden trotz positiver Rückmeldung der Realschüler ` auch kritischen Stimmen aus den eigenen Reihen Gehör schenken, ob es für die Arbeitsgemeinschaft weiter geht. „Ohne die ehrenamtliche Unterstützung von 15 freiwilligen Mitgliedem hätte die AG nicht stattfinden können.“
Vorführungen im Chemie-Unterricht
Die Idee dazu entstand im Oktober 2016. Kontakte zur Realschule bestanden schon länger, besuchte die Herdecker Feuerwehr zuvor schon den Chemie-Unterricht in den
neunten Klassen ımd veranschaulichte über Experimente verschiedene Themen. „Die AG im zweiten Halbjahr haben wir auch eingeführt, um für unsere Iugendfeuerwehr zu werben“, so Amdt.
Während andernorts Kindergruppen immer mehr in den Fokus rücken, wollen die Herdecker Kameraden bewusst ihre bestehende Nachwuchsabteilung stärken, damit die Zehn- bis 16-Iährigen eines Tages bereit für die Einsätze der Erwachsenen sind. Im Gegensatz zu
den Jüngsten im Grundschulalter sei dafür der Zeitaufwand geringer, zugleich sei die Zielgruppe kurzfristiger zu erreichen.
Umso erfreulicher nahmen die hauptamtlichen Ausbilder wie Schmnacher zur Kenntnis, dass auch drei Mädels Interesse am Eintritt in die Iugendfeuerwehr zeigten. Sie und alle anderen Teilnehmer bekamen für die Treffen entsprechende Schutzkleidung. Während sich die Feuerwehr bei den Realschülern ins Gespräch bringen und auf diesem Wege Werbung für einen Beitritt betreiben wollte, ergänzten die Jugendlichen bei ihrem Fazit zwei Aspekte. Das Eis und die Bootsfahrt gehörten demnach ebenfalls zu den Höhepunkten, sagten die Teilnehmer, als sie trocken am Ufer ankamen.
(Westfalenpost 13.7.2017 / Bericht und Fotos Steffen Gerber)

Abschluss 2016


Abschluss auf Diamantniveau

Die Schule verliert 57 Schüler und Schülerinnen, die mit ihren Abschlusszeugnissen eine gute Eintrittskarte für die berufliche Zukunft erworben haben.

 

Realschule am Bleichstein feiert 40-Jähriges

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40 Jahre Realschule Herdecke: Rektor Hubertus Schmalor, Konrektorin Anke Lohscheidt und Lehrer Norbert Flemming (seit 1980 und damit am längsten an der Schule), von links, laden für den 9. Juni zum Fest ein.

Herdecke. Eine kleine Feierstunde für geladene Gäste, danach offene Türen für alle Bürger – so feiert die Herdecker Realschule am 9. Juni ihren runden Geburtstag

Es war Ende August 1976, als die Realschule in Herdecke ihren Betrieb aufnahm: Eine Handvoll Lehrer unterrichtete die beiden Anfangsklassen in zwei Pavillons am Bleichstein, in einem weiteren waren Lehrerzimmer und Sekretariat untergebracht. Der Neubau ließ auf sich warten, und so mussten Schüler und Lehrer immer wieder mal in die Hauptschule ausweichen.

40 Jahre sind seitdem vergangenen: Grund genug für die Schulangehörigen, den runden Geburtstag zu feiern und zugleich zurückzublicken auf die eigene spannende Entwicklung innerhalb der sich rasant verändernden Schullandschaft.

Feierstunde
Zunächst zum Fest: Das findet statt am Donnerstag, 9. Juni, um 17 Uhr zunächst für geladene Gäste. Bei dieser einstündigen Feierstunde wird die Festschrift zum 40-Jährigen vorgestellt und Rektor Hubertus Schmalor sowie Bürgermeisterin Katja Strauss-Köster Grußworte vortragen. Ab 18 Uhr wird die Realschule für alle geöffnet: Dann sind alle Schüler, Lehrer, Ehemaligen sowie Interessierte eingeladen, sich ein Bild vom Leben und Lernen in der Einrichtung zu machen. „Wir präsentieren die Schwerpunkte unserer Schule mit verschiedenen Aktionen. Dazu gehören die Sprachförderung für Seiteneinsteiger, also für Flüchtlinge, ebenso wie Informatik und inklusive Pädagogik, die Kooperation mit der Feuerwehr ebenso wie der Offene Ganztag und Einblicke in den Mathe- oder Englischunterricht. Dazu sind alle eingeladen, die die Realschule kennen oder kennenlernen wollen“, sagt Hubertus Schmalor, der übrigens auch persönlich einen Grund zum Feiern hat: Seit zehn Jahren leitet er nun schon die Realschule in Herdecke und hat sie – allen Schulentwicklungsprognosen zum Trotz – erfolgreich durch schwere Zeiten geführt.

„Wir sind voll“
Dieser Tatsache ist denn auch der Titel der Festschrift geschuldet: „40 Jahre . . . und kein bisschen leise“, „Wir sind immer noch und gerade jetzt sehr präsent“, betont Schmalor und untermauert seine Aussage mit einer Zahl: „Wir sind voll. Im Sommer werden hier 460 Jungen und Mädchen die Schule besuchen. Zu Spitzenzeiten Anfang der 1980er Jahre war es mal 640.“

Spezialisieren und differenzieren
Schmalor erinnert daran, dass vor vier Jahren für diesen Sommer 34 neue Schüler und 340 Schüler insgesamt vorhergesagt worden waren. „Jetzt werden es 82 in der Jahrgangsstufe 5 bei einer Gesamtzahl von 460“, sagt er – nicht ohne Stolz.

Zurück zur Festschrift, die Norbert Flemming als dienstältester Lehrer koordiniert und verfasst hat. Seit 1980 unterrichtet er Musik, Geschichte und Deutsch an der Realschule. Für die Jubiläumsschrift hat er in einer Gesamtschau die Entwicklung der Schule skizziert, hat Kollegen, Schüler und den ehemaligen langjährigen Schulleiter Hans-Jürgen Sellmann zu Wort kommen lassen. Wenn man Norbert Flemming nach markanten Veränderungen innerhalb der Realschule in den vergangenen Jahrzehnten fragt, muss er nicht lange überlegen: „Unsere Schule ist offener geworden. Früher haben wir zum Beispiel von Kollegium gesprochen. Jetzt sind wir ein Team aus Lehrern, Integrationshelfern, Unipraktikanten, Erziehern im offene Ganztag, Schulsozialpädagogen und so weiter. Wir spezialisieren und differenzieren. Auf individuelle Förderung muss man individuell reagieren. Das ist eine Entwicklung, die sich lange angebahnt hat und die zuletzt sehr stark beschleunigt wurde.“
(Bericht und Foto: Elisabeth Semme / WP 30.5.2016)

Außergewöhnliche inklusive Begegnung im Dortmunder Fußballstadion


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Herdecke/Dortmund. Inklusion als schulische Aufgabe ist inzwischen sowohl für das Werner-Richard-Berufskolleg in Volmarstein als auch für die Realschule am Bleichstein in Herdecke eine Selbstverständlichkeit. Die Partnerschulen suchen darüber hinaus jedoch immer wieder nach Gelegenheiten der außerschulischen Begegnung der Schülerinnen und Schüler beider Schulen, auch um die Normalität der Begegnung von Schülern mit und ohne Handicap zu einer Selbstverständlichkeit werden zu lassen.

So werden in jedem Jahr in einer gemeinsamen Aktion mit anschließender Feierstunde die Förderpreise der Werner Richard-Dr. Carl Dörken Stiftung an die Schüler der beiden Schulen vergeben.

Karten von Sponsor
Am vergangenen Sonntag kam es nun zu einer recht außergewöhnlichen inklusiven Begegnung von acht Schülern des Berufskollegs und der Realschule beim Revierderby des BVB gegen Schalke 04 im Dortmunder Stadion.

Der Hauptsponsor des BVB hatte ein Kartenkontingent bereitgestellt, der Schulleiter des Werner-Richard-Berufskollegs, Christof Hoffmann, der als Volunteer beim BVB für karitative Maßnahmen verantwortlich ist, hatte die Kontakte hergestellt. So wurde es möglich, dass die Schüler auf der Nordtribüne nicht nur ein spannendes Spiel erlebten, sondern nach Spielschluss auch noch Zeit zur Begegnung blieb. Die Dörken-Stiftung sorgte für die Verpflegung der Gruppe. Zudem durfte sich jeder Schüler einen Fanschal aussuchen.(WP 19.06.2015)


Abschlussfeier für 66 Schüler

Unterhaltsames Realschulfest im Zweibrücker Hof mit Video und Musik


Herdecke. 66 Abschlusszeugnisse verteilte nun die Realschule im Zweibrücker Hof. Beim Festakt gab es einen feierlichen Einmarsch mit Musik, Rückblicke mit Gedichten, Texten und einem Video, in dem die Schüler Lehrer und Unterrichtssituationen nachspielten.
Die Abschlussschüler: Bianca Abraham, Pia Blothe, Muhammed Ali Can, Christine Cords, Peer de Zolt, Soniya Geck, Carolin Günther, Jan Herberg, Leon Höß, Miriam Joswig, Vivien Kaufmann, Valentina Marfia, Katja Pawelke, Nicolina Pruscini, Hanna-Sofie Radziej, Neil Schröter, Julian Siering, Eric Skrzypczak, Vivien-Marie Warkotsch, Viktoria Weber, Franck-Eric Simon Ze, Nadine Bärenberg, Katharina Bielefeld, Alexandra Blum, Michelle Bosebeck, Mendim Delija, Denise Faust, Dominic Florio, Nadja Friedrich, Leah Hannemann, Louisa Hecker, Christin Knobloch, Aleksandra Kozminska, Julian Linus Lenhart, Dennis Liersch, Dominik Plitzko, Lennart Potocki, Marvin Prätz, Stephan Robert, Maximilian-Leander Sleath, Sarah Steinmetz, Timo Weber, Niko Wrobel, Laura Zipp, Felix Zumvenne, Julia Balci, Damian Bausen, Amy Bergmann, Jolina Born, Sophie Budak, Gina Eberhard, Vanessa Emmert, Katharina Hohmann, Francesco Jentsch, Alina Marie Kloss, Lara Kramps, Sabrina Leifels, Marcel Liersch, Mina Mercan, Simon Meyer, Michel Müllers, Fabian Rodekamp, Helena Sass, Bianca Terkelj, Karolin Traub und Tobias Voigt.(WP 19.06.2015 / Fotos: Armin Neuhaus)

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Abschluss2015Kl10b Abschluss2015Kl10c

Preise der Dörken-Stiftung

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Jochen Plaßmann und Christa Stronzik von der Dörken-Stiftung hören zu, wie Kollegleiter Christof Hoffmann die Verdienste von Philipp Loch herausstellt (von links). Das Bild im Hintergrund ist morgens bei einer gemeinsamen Aktion der Kollegschüler und der Realschüler im Wittener „Backhaus“ entstanden.Foto: Klaus Görzel
Herdecke/Wetter. Die Dörken-Stiftung wertet die Hilfsbereitschaft und Beharrlichkeit von Kollegschülern aus Wetter und Realschülern aus Herdecke mit Geld und Urkunden auf.

Der Liebestraum von Franz Liszt hat es in sich. Marcel Lüling am Flügel vorne auf der Bühne im Werner-Richard-Saal bekommt das zu spüren. Der Schüler des Berufskollegs bricht ab, spielt erst einmal Mozarts furioses Alla Turca und wagt sich dann noch mal an den Liszt. Und diesmal klappt es. Sein Können, sein Mut, seine Beharrlichkeit – sie passen gut zu dieser Ehrung für sechs Schüler des Berufskollegs der ESV in Wetter und für sechs Schüler der Realschule am Bleichstein in Herdecke.

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Morgens schon sind die Kollegschüler und die Realschüler zusammen losgezogen. In Witten haben sie eine Großbäckerei besichtigt, haben zusammen Teig geformt, in den Ofen geschoben und nachher das frische Brot verputzt. Zum vierten Mal hat die Werner Richard / Dr. Carl Dörken-Stiftung die beiden Ehrungen in einen gemeinsamen Veranstaltungsrahmen gepackt. Seit über 20 Jahren schon zeichnet sie Schüler des Kollegs und der Realschule aus. Sie will damit zeigen: „Wenn man etwas mehr tut als das gerade Notwendige, dann zahlt sich das aus“, so Stiftungsvorstand Jochen Plaßmann auch mit Blick auf Marcel Lüling. Er hat sich etwas zugetraut, er hat es geschafft und den Applaus dafür redlich verdient.

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Humor trotz Handicap
Realschulleiter Hubertus Schmalor fühlt sich an ein Vorspiel in der Musikhochschule Köln erinnert. Dieses plötzliche Zittern in den Händen, ja, er hat es auch gespürt, erzählt er im Gespräch Marcel Lüling. Ein Beethoven-Stück war es, bei dem Schmalor vor lauter Aufregung die richtigen Tasten nicht getroffen hat. „Ich habe abgebrochen und dann woanders studiert.“ Nicht zu seinem Nachteil. Seit Jahren unterrichtet er nun schon Musik. Ums Durchhalten, um besondere Herausforderungen geht es auch in den Lobreden für die zwölf Preisträger. Da ist Nancy Müller, die im Rollstuhl in den Werner-Richard-Saal gerollt ist. Sie sieht ihr Leben absolut positiv und nimmt das Handicap mit Humor. „Schließlich habe ich immer einen Sitzplatz“, zitiert Kollegleiter Christof Hoffmann seinen Schützling. Ihr Humor macht sie stark und auch zu einem Vorbild. Bei Pia Blothe ist es der besondere Einsatz für Andere. Zwei Jahre hat die Realschülerin aktiv im Kinder- und Jugendparlament der Stadt Herdecke mitgewirkt.

Urkunde wirkt wie Empfehlung
Die Dörken-Stiftung hat es den Schulen überlassen, ihre Preisträger selbst auszuwählen. Gute Noten haben sicherlich nicht geschadet. Wichtiger aber war das soziale Engagement und auch die Bereitschaft, sich zu verändern, zu entwickeln. Die Stiftung erkennt das an mit Geld und einer Urkunde. Besonders nachhaltig wirkt dabei die Urkunde. „Immer wieder wird sie ein Teil von Bewerbungen“, weiß Jochen Plaßmann. Nicht nur die Mitschüler und die Schule und die Stiftung wissen soziales Engagement zu schätzen. Auch Arbeitgeber horchen auf, wenn junge Menschen für ihre Mitmenschen mehr tun wollen alles das Nötigste. (WP 11.6.2015 Klaus Görzel)
 

Neue Lehrerin für Sprachförderung bei Flüchtlingskindern

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Hubertus Schmalor, Pia Kemp, Anke Lohscheidt, Andreas Disselnkötter und Andreas Joksch (von links) haben lange für eine Lehrerstelle für Sprachförderung gekämpft. Jetzt hat Derya Cömert (vorne rechts) die Arbeit angetreten. In dem Grundschulraum im Hintergrund soll der Förderunterricht laufen (Foto: Klaus Görzel)
Herdecke. Eine neue Lehrer-Stelle: Schulleiter und Politiker freuen sich in Herdecke über Fortschritte bei der Sprachförderung für Flüchtlingskinder.

Monatelang wurde improvisiert und nach Geldgebern gesucht. Jetzt gibt es eigens eine Lehrkraft ausschließlich für die Sprachförderung von Kindern, die ohne Deutschkenntnisse vor der Schultüre stehen. Und bezahlt wird sie aus dem gleichen Topf wie alle anderen Lehrer auch. Entsprechend groß ist die Erleichterung am Gymnasium, an der Realschule und an der Werner-Richard-Grundschule in Herdecke. Gerade weil diese drei Schulen sich zusammen getan haben, wird es ihnen jetzt einfacher gemacht.

Drei Schulen im Verbund
Vor den Osterferien sah es noch nicht danach aus. Da stand der Arbeitskreis „Sprachförderung für zugewanderte Kinder und Jugendliche“ vor der gleichen Aufgabe wie schon in den Monaten zuvor. Also Sponsorensuche und Förderunterricht im Rahmen des Möglichen. Sparkasse, Bürgerstiftung, Kinderschutzbund, die Lions und die Soroptimistinnen hatten zwar Geld gegeben. Aber immer blieb offen, wie es um eine Anschlussfinanzierung bestellt ist. Eine Studentin wurde verpflichtet und sorgte dafür, dass die deutsche Sprache für Kinder von Flüchtlingen oder von Arbeitskräften aus dem Ausland immer weniger eine Barriere bildete.

„Es gab viele Höhen und Tiefen“, erinnert sich Andreas Disselnkötter an die Monate, in denen der Arbeitskreis nicht hinnehmen wollte, dass Kinder so hilflos in den Unterricht gesetzt werden und dass versprochene Hilfe vom Land über lange Zeit Herdecke nicht erreicht hat. „Irgendwann ist aber doch angekommen, dass wir eine Insel der Unversorgten sind“, fährt Disselnkötter, Schulpolitiker der Herdecker Grünen fort. Eine Auffangklasse wie in anderen Städten wird es in Herdecke zwar nicht geben. „Das funktioniert hier auch nicht“, stellt Hubertus Schmalor von der Realschule fest. Dafür gibt es an den einzelnen Schulformen nicht genug Flüchtlingskinder. Aber gemeinsam waren Grundschule, Realschule und Gymnasium im Frühjahr überraschend so stark, dass nun seit einigen Wochen die Realschule eine Lehrerin mehr hat. Ihr Name: Derya Cömert, 31 Jahre jung und erfahren in der Sprachförderung.

Geboren wurde sie in der Türkei, groß geworden ist sie in Deutschland. Der Vater hat einen Hauptschulabschluss. Die Mutter „hat Lesen und Schreiben gelernt, indem sie uns Kindern bei den Hausaufgaben geholfen hat.“

Auch deshalb weiß Derya Cömert, warum Sprache so wichtig ist, um richtig anzukommen in einem anderen Land. Sie hat Glück gehabt. Bildung war wichtig in ihrer Familie. Sie konnte studieren und ist jetzt Lehrerin für Sport und Deutsch.

Die eine oder andere Förderstunde hat sie in Herdecke schon gegeben. Aber eigentlich ist sie noch in der Einlebephase, kann Kontakte knüpfen und ein Konzept erarbeiten, das zum Bedarf passt. Zwei Kinder am Gymnasium müssen aktuell so weit gebracht werden, dass die Sprache ihren Lernerfolgen nicht mehr im Weg steht. An der Werner-Richard-Grundschule sind es sieben, an der Realschule zehn.

Ehrenamtler weiter im Einsatz
Deyra Crömert muss beim Förderunterricht auch deswegen noch nicht so hart ran, weil das alte Angebot weiter läuft. Und das soll auch so bleiben. Jedenfalls so lange Geld für Sprachförderung da ist oder auch noch wieder dazu kommt. „Es geht nicht um eine Ablösung“, sagt Pia Kemp, Leiterin der Werner-Richard-Schule. Die hauptamtliche Kraft für die Sprachförderung ist aktuell eher ein Plus. Das verstärkt die Anstrengungen insgesamt.

Und auch die ehrenamtlichen Helfer dürfen sich weiter gebraucht fühlen. „Mit ganz viel Herzblut“ haben sich an der Grundschule zwei Betreuerinnen in die Sprachförderung eingearbeitet, berichtet die Schulleiterin, und auch Mütter helfen. Dabei geht es nicht allein um Begriffe und Grammatik. „Die Flüchtlingskinder sollen sich angenommen fühlen“, sagt Pia Kemp. Die Zeit der Verunsicherung und des Schreckens soll für sie endgültig vorbei sein.

Klaus Görzel

Digitales Lernen macht in Herdecke Schule


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In der Realschule am Bleichstein werden neue Medien bewusst und punktuell im Unterricht eingesetzt (Foto: Hanna Voß)

Herdecke. Unterricht im Umbruch: Smartphones sind längst nicht mehr nur ein Störenfried, wenn die digitale Revolution im Klassenzimmer einzieht.

Wer Unterricht im Jahre 2015 zeitgemäß gestalten will, kommt mit Schreibtafeln allein nicht weit. Er wird überholt von der digitalen Entwicklung, die auch vor den Klassenzimmern nicht Halt macht. In der Realschule am Bleichstein möchte man diesen Fortschritt im Lehrplan umsetzen. „Wir stecken noch absolut in der Entwicklung“, sagt Schulleiter Hubertus Schmalor. „Da ist noch kein Plan endgültig festgelegt.“

Ein Medienkonzept soll aber erste und auch zweite Wege aufzeigen, wie mit neuen Medien im Unterricht umgegangen werden soll. Es gilt, gesellschaftliche Vorgaben und pädagogische Anforderungen mit teils vorhandenen, teils neu anzuschaffenden Medien zu erfüllen. „Wir probieren noch aus, was geht und was nicht“, sagt Schmalor. Derzeit verfügt die Realschule über einen Computerraum, in dem hochwertige Macs der Marke Apple Lehrern aller Fächer bei der Umsetzung von Unterrichtsinhalten helfen soll. Daneben existiert ein Laptopwagen, in dem 15 Geräte mobil eingesetzt werden können. Jedes Klassenzimmer hat einen eigenen Internetanschluss.

Auch das sogenannte BYOD-Konzept soll zunehmend zum Einsatz kommen. BYOD ist die Abkürzung für „Bring Your Own Device“, was so viel heißt wie „Bring dein eigenes Gerät mit“. Die Schüler sollen also ihre Smartphones während der Schulstunde bewusst nutzen, da ohnehin jeder eines besitzt und keine zusätzlichen Kosten entstehen. „Die Smartphones sind immer da und vor allem absolut in Ordnung. Da achten die Schüler schon drauf, dass die gut in Schuss sind.“ Doch Smartphones im Unterricht haben Vor- und Nachteile.

PC-Programme sind Lehrstoff
„Das eine sind die Smartphones im normalen Schulalltag. Da müssen sie bei uns ausgeschaltet sein, angeschaltete Geräte werden eingesammelt. Die Schüler sollen sich während der Pausen und an der Bushaltestelle unterhalten und keine anrüchigen Fotos weiterschicken.“ Das zweite sei der bewusste und punktuelle Einsatz der Telefone im Unterricht, besonders gerne für Rechercheaufträge.

Zunächst aber hat Schmalor bei der Stadt beantragt, jeden Klassenraum mit Laptop und Beamer auszustatten. Moderne Beamer verfügen über einen Anschluss, mit dem auch Inhalte von Smartphones direkt an die Wand geworfen werden können.

Ein Wlan-Anschluss, mit dem temporär das Internet für die Smartphones zugänglich gemacht werden könnte, wäre ein weiterer Zusatz. Bis dahin läuft der Unterricht mit den vorhandenen Medien weiter. Im Mathematik-Unterricht von Barbara Pohl etwa lernen die Kinder der 5b mit den Geräten aus dem Laptopwagen Excel-Tabellen zu erstellen. „Der Umgang mit Excel wird erwartet, der ist im Lehrplan fest verankert“, erklärt Pohl.

Auch die Physikstunde von Dieter Köhler findet im Computerraum statt. „Heute haben wir Wetter- und Klimatabellen erstellt“, sagt Köhler und wirft die Tabellen von seinem Computer an die Wand. Der Lehrer kann kontrollieren, was seine Schüler derweil an ihren Computern machen. Besuchen sie andere Internetseiten als sie sollen, sieht er das. Auch das ist mit einer dezentralen Nutzung von Smartphones in Klassenzimmern nicht möglich. „Die Neuen Medien sind nicht gut, nur weil sie neu sind. Sie müssen didaktisch genauso gut in den Unterricht eingebunden werden wie andere Methoden. Und wenn ein Rechercheauftrag in zehn Minuten erledigt sein muss, gehen die Schüler auch nicht auf andere Seiten“, sagt Schmalor.

Kinder im Vordergrund, nicht Technik
Mit seinen neunten Klassen hat er ein Klimaschutzprojekt begonnen, die Materialen stellt er auf einer sogenannten Cloud bereit, zu der die Schüler von zu Hause aus Zugang haben. Absprachen werden per Whatsapp, einem Chatprogramm auf dem Smartphone, getroffen. „Schüler wie Lehrer müssen sich mit den neuen Methoden auseinander setzen. Zukünftig wird es um die Vielfalt und Kombination verschiedener Methoden gehen.“ Dabei stünden die Kinder im Vordergrund, nicht die Technik.
( WP 5.5.2015 Hanna Voß)

Sprachförderung an der Realschule im Aufwind

Hatte die Presse in den Ferien noch vom Wunsch der Realschule Herdecke gesprochen, eine Auffangklasse im Schulzentrum einzurichten, so hat sich bereits am Ende der Ferien eine überraschende und schnelle Lösung ergeben.
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Die Realschule wird ab 1.5.2015 in Kooperation mit der Grundschule im Dorf und dem Gymnasium über eine für die Sprachförderung der ausländischen Kinder vorgesehene Lehrerstelle verfügen. Dabei ist angedacht, auf dem bisher sehr positiv laufenden System aus Spenden, hiervon werden Honorarkräfte bezahlt, und ehrenamtlicher Arbeit aufzubauen.
Hier unsere Sprachfördergruppe bei einem gemeinsamen Ausflug in den Garten der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Frau von Thienen.

 

Herdecker Realschule und Gymnasium kooperieren

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Der Kooperationsvertrag zwischen Realschule und Friedrich-Harkort-Schule Herdecke wird unterzeichnet. Von links: Bürgermeisterin Katja Strauss-Köster, Sabine Kröbel, Elternschaft Realschule, Gerd Jüngst., stellvertretender Schulleiter, Stefan Kollmuß, Elternschaft FHS. Simon Meyer, Realschüler, Dieter Joachimi, Schuldezernent und Jonathan Packroff, Abiturient FHS. Vorn unterzeichnen die Schuleiter Hubertus Schmalor (links) und Andreas Joksch den Vertrag. (Foto: Susanne Schlenga)

Herdecke. Mehr Wege zum Erfolg – so könnte man ein Ziel der Kooperation von Gymnasium und Realschule in Herdecke beschreiben. Gestern wurde der Vertrag unterzeichnet.
„Gemeinsam den Schulstandort Herdecke gestalten“ ist der nun unterzeichnete Kooperationsvertrag zwischen Realschule und Gymnasium überschrieben. Was quasi im Übungsbetrieb schon erprobt wurde – Realschüler lernten das Gymnasium und auch das dortige Medienzentrum kennen – soll nun in vielen Bereichen ausgebaut werden. Die Arbeitsgemeinschaften werden in Teilen für beide Schulformen angeboten, die Studien- und Berufsvorbereitung soll koordiniert und Wettbewerbe gemeinsam angegangen werden. Den Jahrgängen 9 und 10 der Realschule steht außerdem das Medien- und Selbstlernzentrum des Gymnasiums offen.
Für die beiden Schulleiter, die nun den Vertrag bis auf Widerruf unterzeichneten, steht aber vor allem der reibungslose Übergang zwischen den Schulformen im Mittelpunkt. „Beide Schulen nehmen den Elternwillen bei der Wahl der weiterführenden Schule und die Möglichkeit einer individuellen Gestaltung der Bildungsbiografie sehr ernst. Flexible Übergangsmöglichkeiten zwischen Realschule und Friedrich-Harkort-Schule in beide Richtungen sind daher fester Kooperationsbestandteil“, heißt es in dem Vertrag.
Applaus gab es bei der Unterzeichnung zwar nicht, doch viel Lob. Von Schülern, Eltern und Vertretern der Stadt:

Die Bürgermeisterin
„Ich bin total glücklich, weil wir so in Herdecke G8 und G9 anbieten können. Ich hoffe, dass sich die Kooperation noch weiter ausbildet und das beide Schulformen so eine Zukunft haben. Mit einem weinenden Auge sehe ich aber auch, dass wir nicht für alle Kinder in Herdecke ein Bildungsangebot machen können.“
Katja Strauss-Köster, Bürgermeisterin

Die FHS-Eltern
„Die Elternschaft der FHS begrüßt die Kooperation sehr. Gerade für die Viertklässler, die neu in die weiterführende Schule kommen, wird so Druck herausgenommen. Für die Kinder, wie auch für die Eltern, die sich nicht mehr so viele Gedanken über eine möglicherweise falsche Entscheidung machen müssen. Nun kann man die Situation für ein Kind verbessern und alle Abschlüsse sind vor Ort möglich.“
Sabine Kröbel, Elternschaft FHS

Die Realschul-Eltern
„Jede Art von Kooperation ist zu begrüßen. Damit öffnet man Grenzen und nutzt Synergien. Für die Schüler öffnen sich nun Wege, um sich besser kennenzulernen.“
Stefan Kollmuß, Elternschaft Realschule

Der Dezernent
„Ich begrüße die Kooperation, weil sie beide Schulen zusammen schweißt. Mit Blick auf die Schuldiskussion und das Scheitern der Primusschule ist es eine Chance, sich nicht sofort für einen festen Weg entscheiden zu müssen. Die Kooperation ist auch gut, um nun ein Ende in die schulpolitische Diskussion zu bekommen. Beide Schulen sind stark und werden angenommen.“
Dieter Joachimi, Schuldezernent

Der FHS-Schulleiter
„Das wichtigste Ziel ist, Hemmnisse abzubauen, ob sie begründet sind oder nicht. Wir wollen Verständnis wecken für beide Seiten. Wir sprechen über individuelle Förderung, die sollte nicht an den Grenzen von Schulformen halt machen.“
Andreas Joksch, Leiter der Friedrich-Harkort-Schule

Der Realschüler
„Ich weiß, dass sich viele Schüler über die Möglichkeit, an den Arbeitsgemeinschaften teilzunehmen, freuen. Und auch die Info-Angebote kommen gut an.“
Simon Meyer, Schüler der Klasse 10 der Realschule, der demnächst aufs Gymnasium wechseln will.

Der Gymnasiast
„Es ist gut, dass die Schüler gemeinsam Räume nutzen können und auch die AGs für alle angeboten werden. Auch der leichtere Wechsel von einer Schule zur anderen ist positiv.“
Jonathan Packroff, Abiturient und Schülersprecher an der FHS

Der Leiter der Realschule
„Die Durchlässigkeit soll zur Normalität werden. Dafür wollen wir mit den Beratungsangeboten sorgen. Es geht nicht mehr um einen Auf- oder Abstieg, sondern darum, für ein Kind den besten Lernort zu finden.“
Hubertus Schmalor, Leiter der Realschule
( WP 12.3.2015 Susanne Schlenga)

Zusammenarbeit von Realschule und Gymnasium

Kooperation
Herdecke. Schüler der Realschule Herdecke können das Medienzentrum des Gymnasiums nutzen. Schulleiter Andreas Joksch hält eine kurze Einführung.
Foto: Susanne Schlenga


Die Friedrich-Harkort-Schule und die Herdecker Realschule wollen enger zusammenarbeiten. Ihr Ziel ist dabei, die Bildungslandschaft in der Stadt attraktiver zu machen.



Realschule und Gymnasium liegen in Herdecke vis-à-vis – sehr viel Kooperation gab es bislang aber nicht. Das soll sich nun ändern, ein Kooperationsvertrag liegt als Entwurf derzeit den entsprechenden Gremien vor. „Wir setzen damit schulpolitisch ein Signal“, sagt der Leiter der Friedrich-Harkort-Schule, Andreas Joksch. „Herdecke bietet alle Abschlüsse und auch die Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9.“

Spanisch-Schnupperkursus
Auch wenn die Papierform der Kooperation noch nicht besiegelt ist, in der Praxis funktioniert die neue Zusammenarbeit bereits. Schüler der Klassen 9 und 10 der Realschule können das Medien und Arbeitszentrum (MAZ) des Gymnasiums mit nutzen, und 20 der 60 Zehntklässler aus der Realschule nehmen an einem Spanisch-Schnupperkursus teil. „Hier können sie ganz konkret erfahren, was sie bei einem Wechsel in die gymnasiale Oberstufe im Fremdsprachenbereich erwartet“, sagt Realschulleiter Hubertus Schmalor.

Die Durchlässigkeit der Systeme ist in der Theorie schon lange gegeben. Realschüler wechseln aufs Gymnasium, Gymnasiasten, die mit den Anforderungen dort nicht zurecht kommen, können in der Realschule weiter lernen. „Es gab aber dennoch hohe Hürden“, sagt Schmalor. Vor allem in den Köpfen der Eltern und Schüler. Dem will man nun mit mehr Begegnung begegnen. Das heißt: Durch Zusammenarbeit in Arbeitsgemeinschaften, im Selbstlernzentrum und auch Info-Veranstaltungen für die Schüler sollen Hemmschwellen abgebaut werden. Und noch während die beiden Schulleiter die ersten Bausteine der Kooperation vorstellen, kommen neue Ideen dazu. „Die Realschule hat Technikräume, die auch Gymnasiasten nutzen könnten“, schlägt Schmalor vor. Für Andreas Joksch ein Angebot, das er angesichts der kommenden Inklusions-Schüler gerne annimmt. „Wir sind gerade bei der Berufsvorbereitung mehr auf den akademischen Sektor ausgerichtet“, sagt Joksch, „da können wir die Erfahrungen aus dem handwerklich-technischen Bereich, den die Realschule bietet, gut nutzen.“

Während sich die ersten Realschüler am Dienstag in die Recherchemöglichkeiten des MAZ einführen lassen, denken die Schulleiter bereits weiter. Der Oberstufenkoordinator der FHS soll ein Beratungskonzept erarbeiten, mit dem Realschülern nach der 10. Klasse der Wechsel auf die andere Straßenseite erleichtert werden soll. „Gut die Hälfte schließt mit einer Qualifikation ab“, sagt Hubertus Schmalor. Geht die Schullaufbahn dann weiter, geschieht dies meist an einem Berufskolleg. Das soll sich nach Meinung von Joksch ändern. „Warum nicht bei uns? Schließlich steht am Ende ein Zentralabitur, die Anforderungen sind also gleich.“

Wechsel in beide Richtungen
Doch nicht nur für die oberen Klassen soll die Kooperation Vorteile bieten. Für leistungsstarke Realschüler aus den unteren Klassen soll es Schnupperwochen an der FHS geben. Und man wolle auch der vermeintlichen Ausweglosigkeit, die manche Eltern schwächerer Schüler sehen, begegnen. Vor allem mit dem gemeinsamen Signal: „Herdecke bietet gute Bildungschancen – für alle.“ (Susanne Schlenga; WAZ 28.1.2015)

Schüler der Realschule engagieren sich für hilfsbedürftige Kinder

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Im Fach ‚Praktische Philosophie’ beschäftigten sich die Schüler mit ihrer Lehrerin
Spende Realschule
Angelika Robbert mit dem "Gutschein zum Gutsein" des gemeinnützigen Vereins ‚Sozialhelden’ und der Aktion "Du hast es in der Hand" des sozialen Programms ‚Jugend hilft’. Durch diese Projekte wurden sie angeregt, etwas für hilfsbedürftige Menschen zu tun. Sie hatten die Idee, Loombänder zu basteln und u.a. am Elternsprechtag zu verkaufen und Spenden zu sammeln. So kamen 90€ für kranke Kinder zusammen, die nun an ‚Sterntaler e.V.’ überreicht wurden.