Schüler gemeinsam geehrt

Wetter/Herdecke (20.06.2008). Unter dem Motto "Come together" hat das Werner-Richard-Berufskolleg am Donnerstagabend erstmals gemeinsam mit der Herdecker Realschule ein Schulfest geplant und in der Sporthalle des Berufsbildungswerks durchgeführt. ...

Die Stiftungsvorstände Christa Stronzik (links) und Dr. Jochen Plaßmann (4.v.li. hinten) überreichten die Förderpreise erstmals gemeinsam an Schüler des Berufskollegs und der Realschule Herdecke. Foto: Heinz Hendel (WP-Wetter)
... Erstmals bekamen auch Schüler und Schülerinnen beider Einrichtungen gemeinsam die Förderpreise der Werner-Richard-Dr.-Carl-Dörken-Stiftung im Gesamtwert von 3 000 Euro überreicht. Zum Auftakt wurde ein großes Spiel- und Sportfest gefeiert, nach der feierlichen Preisverleihung stand eine Party in der Sporthalle auf dem Programm. Zwei Tanzgruppen aus beiden Schulen sorgten für optische Akzente, und die neugegründete Rockband der Realschule hatte ihren ersten öffentlichen Auftritt. Anschließend überzeugte die BBW-Topband "Nokta" mit erstklassigem Hardrock, bevor dann das EM-Viertelfinalspiel mit der deutschen Fußball-Elf die Aufmerksamt auf sich zog.

Die begehrten Urkunden und Förderpreise überreichten die Stiftungsvorstände Dr. Jochen Plaßmann und Christa Stronzik persönlich an die Schüler. Sie erklärten, dass Sozialkompetenz bei vielen Jugendlichen durchaus hoch im Kurs stehe. Die Preisträger sind beispielgebend.

Vom Berufskolleg wurden für ihr überdurchschnittliches Engagement ausgezeichnet: Verena Engler, Selma Temel, Patrick Schäfer und Sebastian Lamprecht mit jeweils 200 Euro. Für die vier Gruppen WRBK-Theatergruppe (14 Personen haben Theaterstück geschrieben und feierten große Erfolge mit ihren Auftritten), Brötchenprojekt der Berufsschulklasse O3 (Organisation von Pausenkaffee mit Brötchen für die Mitschüler), Disko Team (24 Personen organisierten Veranstaltungen des BBW) und die Berufsschulklasse U2 (Kunstwerk-Gestaltung in einem Flur eines Hagener Krankenhauses) gab es jeweils 400 Euro.

Von der Realschule Herdecke wurden folgende Schüler mit jeweils 500 Euro ausgezeichnet: Sandra Hilgenstein, Julien Poerschke, Felix Althof, Eduard Holstein, Mareike Werth und Miriam Freyer. Die Auswahl der Realschul-Preisträger erfolgte durch eine Kommission, die aus Klassenlehrern, dem Rektor sowie dem Schulpflegschaftsvorsitzenden gebildet wurde.


Zeugnisse für 66 Realschüler

Herdecke(17.6.2008 WR). Ihren Abschluss feierten die 10. Klassen der Realschule am Bleichstein in der FHS-Aula. Es gab Beiträge der Klassen 10 a, b und c sowie Reden des Schulleiters Hubertus Schmalor, des Schülersprechers und der Schulpflegschaftsvorsitzenden.
Vor dem jeweiligen "Jugendbildnis" der Schüler: Schulleiter Hubertus Schmalohr verteilt die Zeugnisse.
66 Schülern bekamen ihr Zeugnis. Die drei besten Abschlüsse erreichten Miriam Freyer (1,18), Mareike Werth (1,27) und Julien Pörschke (1,36). Alle Schüler erhielten die Fachoberschulreife, 32 Schülern wurde die Berechtigung zum Besuch der Gymnasialen Oberstufe ausgesprochen. Preisträger der Werner Richard/Dr. Carl-Dörken-Stiftung sind Sandra Hilgenstein, Julien Pörschke (10 a), Felix Althof, Eduard Holstein (10 b), Mareike Werth und Miriam Freyer (10 c).(WR-Bild: Ingrid Breker)

Lust und Frust des Schüleralltags

Herdecke, 18.04.2008
Herdecke. Der Kulturabend der Realschule am Bleichstein war im letzten Jahr eine Innovation. ...


Gesangsdarbietungen und vieles mehr stand auf dem prallgefüllten Programm des zweiten Kulturarbends in der Herdecker Realschule. Foto: Martin Kehrein

... Dieses Jahr, in der ersten Wiederholung, glänzte das Programm mit neuen Inhalten: Am Donnerstag und Freitag führten Projektgruppen erstmals ihre Ergebnisse im Foyer der Schule auf. Auch ein Theaterstück stand unter dem Thema der Veränderung.
In einem Projekt mit der Musikschule hatten etwa 45 Schüler der fünften und sechsten Klasse im November letzten Jahres angefangen, Instrumente zu erlernen. Bereits jetzt, ein halbes Jahr später, sind sie in der Lage, als Big Band aufzutreten und gaben den Einstieg in den Abend. Die Band wurde von Schulleiter Hubertus Schmalor zusammengestellt, der sie auch als vorbereitende Maßnahme sieht. "In drei Jahren kommen die Kinder aus dem Jeki-Programm, da wollen wir bereits bestehende Bands haben, so dass sie weiterhin und gemeinsam spielen können."

Im weiteren Programm standen Eindrücke aus dem Musikunterricht der sechsten Klasse, "Karneval der Tiere", aber auch recht ungewohnte Choreographien mit dem Namen "Twirling" - Stockwirbeln auf kunstvoll. Eine Mutter stellte den Auftritt in Eigeninitiative mit Schülern der 5c auf die Beine.

Die Schulband nutzte die Gelegenheit für einen Auftritt. Diese ist bereits länger Teil des regelmäßigen Programms der Schule, doch der rote Faden der Neuerung schloss auch sie nicht aus, zumal Leiter Norbert Flemming Neuankömmlinge in der Indie-/Rock-Aufstellung der Band begrüßte.

Welchen Erfolg das Landesprogramm "Künstler an die Schulen" erzielt hat, bewies die Arbeitsgemeinschaft "Gesang und Tanz" mit ihrem Auftritt. Die AG steht unter der Leitung des Teams der Künstlerin Mona Stöcker.

Das Theaterstück mit dem Titel "Hinter geschlossenen Türen" handelte von Lust und Frust des Schüleralltags: Der erste Schwarm und Kusstraining, Probleme beim Verstecken des Spickers, Eifersucht und andere Dramen wurden thematisiert. Ungewöhnlich nur, dass all dies sich auf einer Schultoilette abspielt.

Die Versorgung stellten die Schüler der Klasse 10 sicher - der Erlös ging in die Kasse für ihre Abschlussfeier. Die ursprüngliche Idee für den Kulturabend entstand daraus, dass um das jährlich aufgeführte Theaterstück Ideen für weitere Auftritte gesammelt wurden. Letztlich wurde die Zahl im letzten Jahr aber so groß, dass eine neue Planung her musste.

Hubertus Schmalor sieht Potential im Kulturabend, was auch die Besucherzahl von rund 150 am Donnerstag bewies - doch gerade die sorgt auch für Probleme. "Die Schule hat leider keine Räumlichkeiten für solche Veranstaltungen", bedauert er, "aber gerade bei Traditionsbildungen kann man am Anfang oft nicht sagen, welcher Weg der beste ist." Wenn sich das Projekt beweise und die Bands gefestigt seien, könne man auch andere Orte aufsuchen.(WP 19.4.2008, Martin Kehrein)

Lernen für das Leben an Projekttagen der Realschule


Herdecke. (cp) "Man lernt nicht für die Schule, sondern für das Leben", besagt eine alte Weisheit. Doch für viele Schüler sprechen Gedichtanalysen oder Algebra eine andere Sprache. ...

... In der Herdecker Realschule am Bleichstein lernen Jugendliche von Mittwoch bis Freitag tatsächlich Dinge, die sie im Alltag direkt umsetzen können: Zum zweiten Mal nehmen alle Jahrgansstufen an den Projekttagen teil.
"Die Rückmeldung der Schüler war im letzten Jahr derart positiv, dass wir sie als festen Bestandteil ins Schulprogramm aufgenommen haben", erklärt Schulleiter Hubertus Schmalor. Bei den Projekttagen geht es darum, den Realschülern Fähigkeiten zu vermitteln, die sonst keinen Platz auf dem Lehrplan finden. Und da nicht jeder Lehrer gleichzeitig auch Fachmann auf Gebieten wie Ernährung, Verhütung oder Breakdance ist, holte sich das Kollegium für viele Projekte fachkundige Unterstützung: "Unter anderem besuchen uns Mitarbeiter des Gesundheitsamtes in Schwelm und von Pro Familia, eine Hebamme und einige Tanzlehrer der Tanzschule Janotta", verrät Hubertus Schmalor.

Und so war es der Realschule möglich, für jede Jahrgangsstufe ein gesondertes Dreitageprogramm zu gestalten. "Für die Fünftklässler heißt es ,Lernen lernen', es geht um Techniken und Methoden, um Gelerntes zu behalten und zu üben", gibt der Schulleiter einen Einblick. "In der sechsten Jahrgangsstufe steht der Besuche des Oberhausener,Sealife' sowie die Besichtigung eines Bauernhofs und des Hagener Freilichtmuseums auf dem Plan."

Für die älteren Schüler geht es unter anderem um Pubertät und Verhütung - Themen, die zwar so manchen peinlich berühren, aber dennoch enorm wichtig sind. In der achten Klasse liegt der Projektschwerpunkt auf dem Thema Ernährung. Als Partner hat man sich hierfür die Unterstützung der Barmer Ersatzkasse (BEK) gesichert: "Gemeinsam mit ESG Consulting, einem Essener Ernährungsinstitut, bieten wir den hiesigen Schulen ein umfassendes Programm zum Thema ,Gesunde Ernährung contra Essstörung' an", erläutert BEK-Bezirksgeschäftsführer Mark Bardohl das Konzept. "Für ihre Projekttage haben sich die Schüler speziell das Thema Fast-Food ausgesucht."

Unter der Leitung von Ernährungsberaterin Carola Keinhörster beschäftigten sich die Jugendlichen zunächst theoretisch mit den Gerichten von McDonalds und Co - um sich dann im Anschluss einmal selbst an Herd und Pfanne heranzuwagen und eine gesunde Variante von Wrap und Burger zu kreieren. "Viele wissen über die Gefahren von Fast-Food-Gerichten Bescheid - dennoch möchte ich sie sie für den Umgang mit den Kalorienbomben sensibilisieren", so Carola Kleinhörster.

Für die Neuntklässler steht ein Erste-Hilfekurs auf dem Programm, den sie sich sogar für die Führerscheinprüfung anrechnen lassen können. Alternativ winkt die Möglichkeit, einen Blick hinter die Bühne des Stadttheaters in Hagen werfen zu können. Bei den ältesten Schülern geht es um Rhythmusgefühl und Umgangsformen: In einem Tanz- und Benimmkurs lernen sie Etikette und grundlegende Tanzschritte; nicht zuletzt, um auf dem Abschlussball eine gute Figur zu machen. (WP 13.02.2008)

Gesunder Burger hält Realschüler fit

Schüler Marcel Fischer interessiert sich eigentlich „nicht so sehr für das Tanzen”. Dennoch hat er sich für eine Teilnahme am HipHop- und Freestile-Training in der Bleichsteinhalle entschieden, weil er „bisher unbekanntere Sachen kennen lernen möchte”.

Projekttage stehen bis einschließlich Freitag an der Herdecker Realschule am Bleichstein auf dem Stundenplan. „Nachdem diese neu eingeführten Projekttage im letzten Schuljahr von allen Beteiligten sehr positiv aufgenommen wurden, sollen sie nun zu einem festen Bestandteil des Schulprogramms werden”, meint Schulleiter Hubertus Schmalor. „Fitness und Ernährung”, ist das Projekt für die Jahrgangstufe 8, zu der auch Marcel Fischer gehört, überschrieben. Die Figuren, die unter Anleitung von Tanzpädagogin Mona Stöcker in der Bleichsteinhalle trainiert werden, können zu Hause jederzeit wiederholt werden. Damit will man möglichen Haltungsschäden und -schwächen bei den Schülern vorbeugen. Zum Programm gehört nicht nur das Tanztraining in der Bleichsteinhalle, sondern auch das Thema „Gesunde Ernährung”, das den Jugendlichen in Theorie und Praxis vermittelt werden soll. Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Barmer und dem „Institut für Ernährung”, Essen, angeboten. „Schon in den unteren Klassen leiden einige Schüler an Übergewicht und Diabetes”, weiß Mark Bardohl, Bezirksgeschäftsführer der Barmer. Schwerpunktmäßig um „Fast Food, Fertiggerichte & Co.” geht es in diesen Tagen an der Herdecke Realschule. Unter Anleitung von Ernährungsberaterin Carola Keinhörster bereiteten die Schüler im praktischen Teil einen vitaminreichen Wrap-Bürger zu - mit Tomaten, Paprika und viel Salat. Die Jugendlichen aus Herdecke waren zunächst für den Einkauf der Zutaten zuständig, zogen sich dann in die Lehrküche der Realschule zurück. Schüler Dennis Kollotzek versicherte, in Zukunft mehr Wert auf die Ernährung zu legen. Besuche im Schnell-Imbiss will er nach Möglichkeit einschränken. (WR, 13.02.2008, Thilo Wagner)

Wohlfühlen im neuen Multifunktionsraum

Der Raum wirkt hell und einladend, strahlt eine freundliche Atmosphäre aus: Die Herdecker Realschule hat jetzt einen neuen Mehrzweckraum eingeweiht. "Schule ist heute mehr als Unterricht", weiß Schulleiter Hubertus Schmalor (2.v.re). ...

... "In der Realschule sind wir verstärkt dabei, uns auf diese Erfordernisse auszurichten. Ein Baustein ist der von Sponsoren und Eltern eingerichtete neue Multifunktionsraum." Auf den Tischen stehen Computer, auch die Schulbücherei (hier Leiter Norbert Flemming, 2. v.li.) ist im Raum untergebracht.

Rund 3900 E und viel Arbeitszeit wurden investiert. Geld und Engagement kamen von der Werner Richard/Dr. Carl Dörken-Stiftung (Christa Stronzik), der Sparkasse (Franz-Wilhelm Buerdick (m.), sowie Frank Strüning (li).



Verweilen und Lesen in netter Atmosphäre

Herdecke. "Schule ist heute mehr als Unterricht", erklärt Realschulrektor Hubertus Schmalor und verweist auf individuelle Förderung, sachgerechten Einsatz der "Neuen Medien" und die Nutzung von unterrichtsfreier Zeit. ...

... Genau dafür ist der neue Multifunktionsraum der Realschule am Bleichstein bestimmt: Er lädt Schüler zum Verweilen ein, zum Lesen und Hinhören. Er soll zum ruhigen Arbeiten animieren und Eltern, Lehrern und Schülern Gelegenheit zum Gespräch in entspannter Atmosphäre und ansprechendem Ambiente bieten. Ausgestattet ist der Raum mit einer Korb-Sitzgruppe und mit Computern für das Arbeiten in kleinen Gruppe. Untergebracht ist hier außerdem die Schülerbücherei.

Eltern, Lehrer und Schüler haben den Raum gemeinsam geplant. Für die Umsetzung waren rund 3 900 Euro notwendig, die durch Sponsoren zusammen kamen, bei denen sich Hubertus Schmalor jetzt bedankte. Die dicksten Batzen gaben die Werner-Richard-Dr.-Carl-Dörken-Stiftung und die Sparkasse Herdecke. Tischlermeister Frank Strüning sorgte für den fachmännischen Bau von Regalen. Hubertus Schmalor bedankte sich zudem bei allen Eltern für deren tatkräftige Hilfe. (WP 29.1.2008)


Offenes Ohr für Schüler mit Problemen

Herdecke. (TiWa) Ob Probleme in der Schule oder im privaten Bereich: Die beiden Schulsozialarbeiter Michel Sicks und Peter Niewrzol stehen Jugendlichen der Herdecker Realschule am Bleichstein neuerdings als Ansprechpartner zur Verfügung. (Westfälische Rundschau, Herdecke, 28.01.2008)
"Schule wird in der heutigen Zeit immer mehr zum zentralen Ort des Aufwachsens", weiß der Leiter der Herdecker Realschule, Hubertus Schmalor. Weiterhin, soSchmalor, beginnen sich die Grenzen der Zuweisung zu den einzelnen Schulformen aufzuweichen, so dass sich auch die Realschule schon seit geraumer Zeit verstärkt mit erzieherischen und pädagogischen Zielsetzungen auseinandersetzt. Schmalor: "Deshalb ist es unverzichtbar geworden, die vier Sozialisationsbereiche Familie, Schule, Jugendhilfe und Freundeskreis besser aufeinander zu beziehen und miteinander zu kooperieren."

Die Realschule am Bleichstein betreibt daher eine enge Kooperation mit Institutionen der Jugendhilfe. Weitergeführt werden als Bestandteile das Adventure-Projekt im Rahmen des Sportunterrichts mit Holger Steiner und Marcella Peters sowie die Drogenpräventation mit der VIA-Beratungsstelle. Neu ist nun die regelmäßige Präsenz der beiden Schulsozialarbeiter Michel Sicks und Peter Niewrzol im Gebäude. Beide sind in der Szene bekannte Gesichter - so durch ihre Arbeit im Jugendzentrum am Bachplatz oder auf dem Abenteuerspielplatz. In Zusammenarbeit mit Beratungslehrerin Anke Lohscheidt sitzen sie jeweils mittwochs, 9.30 bis 13.30 Uhr, in Raum 212, sind außerhalb der Schulzeit unter Tel: 0 23 30 - 12 99 64 zu erreichen.

"Um das neue Angebot vorzustellen, werden wir zunächst durch die Klassenräume ziehen, sind mittwochs in den Pausen auch auf dem Schulhof zu finden", so Michel Sicks. Und er ist sicher, "dass dieses Angebot von den Schüler positiv angenommen wird." Wo immer Realschüler der Schuh auch drückt: Michel Sicks und Peter Niewrzol sind zur Hilfe bereit, ohne dass ihre übrige Jugendarbeit darunter zu leiden hätte. Die Realschule begrüßt die verstärkte Anwesenheit der Schulsozialarbeiter jedenfalls sehr. Auch wenn es am Bleichstein zwar keine dringenden Probleme gibt, "nur heile Welt haben wir hier natürlich auch nicht", so Hubertus Schmalor.


"Real Brass Company": 53 Schüler lernen ein Instrument
10000 Euro für Big-Band der Schule


Herdecke, 14.11.2007, Klaus GOERZEL
Herdecke. (karo) Die Realschule Herdecke bekommt ein dickes Stück vom Geburtstagskuchen des Waschmittels Persil ab: Das Unternehmen Henkel schenkte ihr 10 000 Euro zum 100. Geburtstag der weißen Reine-mache-Perlen.
53 Schüler profitieren von der Spende: So viele lernen ein Musikinstrument und machen bei „Real Brass Company” mit, für das zu Beginn des Schuljahres die Big Band der Gesamtschule Iserlohn die Werbetrommel gerührt hat. Mit Erfolg. „Wir hätten nicht damit gerechnet, dass sich so viele Schüler melden”, sagen Rektor Hubertus Schmalor und Ulrike Dittmar-Dretzler, Leiterin der Musikschule. Jeden Dienstag bekommen die Schüler Unterricht von Lehrern der Musikschule – in den Räumen der Realschule. Alle 14 Tage kommen die Proben für die Schul-Big-Band hinzu. Einen Teil der Persil-Spende hat der Rektor bereits investiert und einen Satz Instrumente davon gekauft. „Da waren 5000 Euro weg”, sagt er und ergänzt: „Um das Projekt weiterführen zu können, benötigen wir weitere Spenden.”


Anschluss an "Jeki" gesichert gesichert: Riesen-Andrang bei der Big Band

Herdecke. (sfr) "Nach dem Konzert kam der Hammer." Schulleiter Hubertus Schmalor kann es immer noch nicht fassen. Im September hatte die Big Band der Gesamtschule Iserlohn den Realschülern Appetit auf Blasmusik gemacht. ...

... Schmalor hatte gehofft, dass sich zehn, zwölf Schüler für die Big Band melden. Tatsächlich wollten 53 Kinder mitmachen. Damit ist der Anschluss an das "Jeki"-Projekt gesichert, noch bevor es richtig angelaufen ist.
"Dass so viele mitmachen wollten, begeisterte uns, stellte uns aber auch vor Probleme. Wo sollten wir so viele Instrumente herkriegen? Und wie organisieren wir die entsprechenden Räume?"
Inzwischen sind zwei Monate ins Land gezogen. Die Schüler können bereits die ersten Töne auf Posaune, Trompete und Querflöte spielen. Die 50 sind aufgeteilt in mehrere Gruppen, die in separaten Räumen proben. "Hier merkt man mal wieder, dass der Realschule eine Aula fehlt. Wir haben keinen Raum, in dem wir gemeinsam proben können", bedauert Schmalor. Der Andrang wundert Musikschul-Leiterin Ulrike Dittmar-Dretzler nicht: "Der Trend geht dahin, wieder mehr Musik selbst zu machen. Auch Pop ist heute nicht mehr reine Elektromusik."
Und so funktioniert die "Real Brass Company": Zu Beginn des fünften Schuljahres lernen die Schüler eines der Instrumente von Klarinette über Saxaphon bis zur Posaune. Dann kommen die Lehrer der Musikschule in die Klassenräume, um im Anschluss an den normalen Unterricht mit den Schülern Musik zu machen. "Wir machen gerne mit. Auch wenn wir mit diesem und dem Jeki-Projekt so viele Lehrkräfte brauchen, dass wir den Bedarf kaum decken können", sagt Ulrike Dittmar-Dretzler.
Bleib nur eine Frage offen: Woher die Instrumente nehmen? Einen Teil konnte Schmalor "leasen" - beim anderen kam der Waschmittelhersteller Persil mit einer 10 000-Euro-Spende zur Hilfe. "Davon konnten wir schon einmal einen Satz Instrumente anschaffen", freut sich der Schulleiter. "Was aber nicht heißt, dass wir nicht noch weitere Spenden brauchen könnten. Denn Blasinstrumente sind leider sehr teuer."

Realschüler gründen eigene Big-Band

Musikinstrumente lernten die kleinen Realschüler aus Herdecke gestern näher kennen. (WR-Bild: Jürgen Theobald)(Westfälische Rundschau 3.9.2007)

Herdecke. (TiWa) Die Realschule am Bleichstein und die Städtische Musikschule Herdecke starten in diesem Schuljahr eine musikalische Kooperation. Ziel ist es, interessierten Realschülern in Kleingruppen Instrumentalunterricht zu erteilen. Der Titel des Projektes lautet "Real Brass Company".
In der Aula der benachbarten Friedrich-Harkort-Schule trafen sich gestern Schulleiter Hubertus Schmalor und die Leiterin der Herdecker Musikschule, Ulrike Dittmar-Dretzler, um dieses Projekt den 5. und 6. Klassen der Realschule näher vorzustellen. Damit die Jugendlichen einen möglichst realitätsnahen Eindruck gewinnen konnten, spielte die Big-Band der Gesamtschule Iserlohn (Sekundarstufe I). Bereits vor rund 12 Jahren hatte Schmalor in Iserlohn ein vergleichbares Projekt mit aufgebaut.
"Zwei Grundannahmen", so Schmalor, "bilden die Basis für das Projekt ,Real Brass Company´. Musikmachen stellt ein menschliches Grundbedürfnis dar. Seit langem ist belegt, dass das praktische Musizieren sowohl die Grundbedingungen des Lernens als auch die Leistungsfähigkeit in anderen Fächern nachhaltig positiv beinflusst." Bisherige Erfahrungen hätten allerdings gezeigt, dass Kinder nur dann mit Interesse dabei blieben, wenn sie das im Instrumentalunterricht Erlernte auch im Ensemble anwenden könnten.
Und genau darauf baut das Konzept der "Real Brass Company" auf. Zu Beginn des neuen Schuljahres lernen die Schüler angebotene Instrumente kennen und probieren diese dann aus. Sie können dabei zwischen Klarinette, Saxophon, Querflöte, Trompete, Posaune oder Gitarre auswählen.
In Kleingruppen (3 bis 5 Schüler) wird im Anschluss an den täglichen Unterricht durch erfahrene Pädagogen der Musikschule in den Räumen der Realschule Instrumentalunterricht angeboten. Später soll das Erlernte dann im Ensemble "Real Brass Company" zusammengeführt werden. Dabei ist geplant, im Laufe der Zeit eine eigene Big-Band-Formation zusammenzustellen.
Die Big-Band der Gesamtschule Iserlohn machte den Herdecker Realschülern jedenfalls das Musizieren in einem größeren Ensemble schmackhaft. Unter der Leitung des Musikpädagogen Wilfried Pieper sorgten die Schüler in der Aula der Harkort-Schule u.a. mit "Oe comma va!" von Santana für Stimmung.

Trompete und Saxophon stehen auf dem Stundenplan

Saxophon, Querflöte und Posaune: Gesamtschüler aus Iserlohn waren gestern in Herdecke zu Gast und zeigten den Realschülern vom Bleichstein den Einstieg ins gemeinsame Musizieren. Foto: Frank Gautzsch (Westfalenpost 3.9.2007)

Herdecke. (gau) JeKi - und was dann? Eine Frage, die sich künftig an der Herdecker Realschule nicht mehr stellen soll. Als Fortführung des Projektes "Jedem Kind ein Instrument" nämlich hat Schulleiter Hubert Schmalor gestern die "Real Brass Company" ins Leben gerufen: Ein Musikprojekt, das allen Realschülern ab der Klasse fünf das Musizieren allein und in der Gruppe ermöglicht.
Schon fleißig hatte Hubert Schmalor in den vergangenen Wochen die Werbetrommel für sein Projekt gerührt und war mit Instrumenten durch die Klassen gezogen. Gestern dann konnten sich Fünft- und Sechstklässler auch einen akustischen Eindruck verschaffen: In der Aula der benachbarten Friedrich-Harkort-Schule spielte die Schüler-Big-Band der Sekundarstufe I der Gesamtschule Iserlohn. Dort hatte Hubert Schmalor vor über zehn Jahren ein ähnliches Musikprojekt ins Leben gerufen, wie es jetzt in Herdecke umgesetzt werden soll.
In Zusammenarbeit mit der städtischen Musikschule bekommen die Realschüler vom Bleichstein die Möglichkeit, ein Musikinstrument zu erlernen. In erster Linie, so erläutert Rektor Schmalor, sollen das Blasinstrumente wie Klarinette, Saxophon, Querflöte, Trompete und Posaune sein, weil die sich recht schnell erlernen lassen. Doch weil es meist nicht sehr motivierend ist, ein Instrument allein zu Hause zu üben, soll das Erlernte in einem Ensemble angewandt werden.
In der Praxis sieht das so aus: Den Instrumentalunterricht geben Lehrer der Musikschule dienstags in der sechsten Stunde, in der siebten Stunde spielen alle zusammen in der Big-Band mit dem Namen "Real Brasss Company". Einmal im Jahr trifft sich die Band zu einer dreitägigen intensiven Musikfreizeit, außerdem sind regelmäßige Auffübhrungen ein wichtiger Bestandteil des Konzepts.
Von dem Projekt verspricht sich Rektor Schmalor nicht nur musikalischen Schwung für seine Schule: "Seit langem ist belegt, dass das praktische Musizieren sowohl die allgemeinen Grundbedingungen des Lernen als auch die Leistungsfähigkeit in den anderen Fächern stark positiv beeinflusst."